Kartoffeln anbauen

Kartoffel anbauen
Die Kartoffel gehört zur Familie der Nachschattengewächse. Tomaten, Tabak und Paprika gehören ebenfalls zur Familie. Die Spanier brachten diese im Jahr 1570 aus Südamerika nach Europa. Seit dieser Zeit hat die Kartoffel einen Siegeszug um die Welt angetreten. In Europa vom Grundnahrungsmittel bis hinzu delikaten Beilagen und Convenienceprodukten.

Raiffeisen-Markt Praxis-Tipps zum Pflanzen von Kartoffeln

Standortwahl
Die Gartenböden sollten keine Staunässe haben und einen pH-Wert von 4,5 bis 7,5 aufweisen. Frohwüchsiges Pflanzgut aus Ihrem Raiffeisen-Markt sorgt für gesunde Bestände mit schönen Knollen. Delikate und wohlschmeckende Kartoffeln werden Sie erfreuen.

Vorkeimen
Das Vorkeimen sorgt für ein gleichmäßiges, rasches Auflaufen der Pflanzen, diese danken es Ihnen mit einem Mehrertrag und eine frühere Ernte. Es sollten sich viele Keime bilden, die 0,5 cm bis max. 2.5 cm lang sind. Die Vorkeimdauer beträgt ca. 5-7 Wochen bei einer Temperatur 10-12 °C unter Zutritt von Tages-bzw. Kunstlicht. Sie sollten die Pflanzkartoffeln einlagig in einem flachen Behältnis (Karton/ Kiste) vorkeimen, mehr Infos...

Pflanzung
Auspflanzen in einen feuchten, lockeren Boden bei einer Bodentemperatur von mindestens 8 – 10°C, bei einer Knollenzahl von 4 - 6 Knollen/M2. Pflanztermine sind je nach Region für Frühkartoffeln ab Anfang März alle anderen Sorten ab Mitte März bis Anfang Mai Zum Schutz gegen Nachtfröste sollte das Beet mit Folie abgedeckt werden. Legen Sie die Knollen mit den Augen/Keimen nach oben in die 10 cm tiefe Furche. Der Abstand in der Reihe beträgt ca. 25 - 35 cm. Die Pflanzkartoffeln werden mit Erde bedeckt und in der ganzen Länge etwa 10 bis 15 cm hoch angehäufelt. Der Reihenabstand beträgt 65 - 75 cm. Der Pflanzgutbedarf pro 100 m2 liegt bei 15 - 20 kg. Kartoffeln sind Starkzehrer und sollten nur alle vier Jahre auf der gleichen Parzelle gepflanzt werden.

Erntezeitpunkt nach dem Pflanzen je Sorte:

  • Frühkartoffeln ca. 70-90 Tage
  • Frühe Sorten ca. 110-140 Tage
  • Mittelfrühe Sorten ab ca. 140 Tage
  • Späte Sorten ab ca. 180 Tage

Düngung
Bereits m Herbst kann das Beet mit 8 bis 10 kg je m2 gut verrotteten Dung oder Kompost und im Frühjahr mit 100 g bis 150 g Volldünger je m2 versorgt werden. Bewährt hat sich als Mineraldünger 12/12/17/2 Blaukorn oder andere chloridfreie Dünger, denn die Pflanzen können diese wasserlöslichen Nährstoffe in der Regel sofort aufnehmen. Die schnelle Verfügbarkeit der Nährstoffe hat aber auch Nachteile und kann speziell beim Stickstoff erhebliche Umweltprobleme verursachen.
Mineraldünger-Fans verweisen darauf, dass die Nährsalze chemisch ohnehin identisch sind – egal, ob sie aus organischem oder mineralischem Dünger stammen. Anhänger der organischen Düngung verweisen auf die humusbildenden Eigenschaften und die geringe Auswaschungsrate von Hornspänen und Co. Verwenden Sie zur Düngung im Hausgarten am besten möglichst organische Düngemittel, wie Kompost, Hornspäne oder einen organischen Volldünger. Es gibt aus ökologischer Sicht gute Argumente, im Hausgarten auf Mineraldünger zu verzichten.

In unserem Raiffeisen-Markt führen wir ein umfangreiches Sortiment Düngemittel. Mit diesen Produkten stellen Sie eine ausgewogene Versorgung Ihrer Pflanzen mit allen benötigten Spurenelementen und Nährstoffen sicher und tragen gleichzeitig zu einer nachhaltigen Verbesserung Ihres Gartenbodens bei.

Pflege
Für gute und stetige Wasserversorgung ist die Kartoffel dankbar. Unkraut sollte regelmäßig entfernt werden bis das das Beet vollkommen von Kartoffelkraut beschattet ist.

Pflanzenschutz
Schützen Sie Kraut und Knollen. In feuchten Jahren treten häufig Infektionen durch Pilze (ähnlich Mehltau) auf. Gegen diesen Befall erhalten Sie in Ihrem Haus- und Gartenmarkt eine entsprechende Beratung und geeignete Mittel für Schutzmaßnahmen. Durch eine mäßige Stickstoffdüngung und entsprechende Sortenauswahl kann ein Befall gemindert werden. Auch bei Befall mit Kartoffelkäfer oder Blattläuse finden Sie bei unseren Spezialisten im Raiffeisen-Markt die richtige Problemlösung.