Fohlenernährung

Auch wenn der Frühling noch auf sich warten lässt, die ersten Fohlen für das Jahr 2018 sind schon da und erfüllen das Züchterherz mit Stolz!

Doch ein Fohlen ist nicht nur schön anzusehen, es benötigt auch ein ganz eigenes Management. Haltung und Fütterung müssen durchdacht sein, um das Fohlen gesund zu einem vitalen und leistungsstarken Partner für Freizeit und Sport heranwachsen zu lassen.

Kolostrumaufnahme

Es beginnt schon direkt nach der Geburt: Das Kolostrum ist die erste Nahrung des Fohlens und von essentieller Wichtigkeit! Es enthält einen hohen Eiweißgehalt, Vitamine (vor allem A und E), sowie lebenswichtige Antikörper, die das Fohlen gegenüber Umweltkeimen und somit vor Infektionen schützen soll.

Der hohe Eiweißgehalt des Kolostrums verringert sich in nur wenigen Stunden nach der Geburt von 15 % auf unter 5 %. In den ersten Lebenswochen ist das Fohlen nicht in der Lage selber Antikörper herzustellen und wird über das Kolostrum der Stute mit ihren Antikörpern geschützt.
Wenn der erste Saugakt zu spät erfolgt, wird nur eine geringe Antikörpermenge aufgenommen. Zum einen verringert sich die Antikörperkonzentration in der Stutenmilch und zum anderen verschlechtert sich die Passage der Antikörper durch die Darmwand des Fohlens.

Damit die Stute stallspezifische Antikörper bilden kann, sollte (vor allem bei Stuten, die das erste Mal ein Fohlen bekommen) darauf geachtet werden, dass sie vier bis sechs Wochen vor der Geburt in die Umgebung kommen, in der das Fohlen geboren werden soll.

Säugeperiode

Das Fohlen wird im Mittel in 24 Stunden ca. 50 Mal bei der Mutter saugen, wobei es pro Mahlzeit zwischen 150 ml und 250 ml aufnimmt (Warmblut).

Ein natürliches Verhalten von Fohlen ist die Koprophagie. Dieses Verhalten sollte unbedingt zugelassen werden! Durch die Aufnahme von frischem Kot der Mutterstute wird das Immunsystem des Fohlens unterstützt. Das Fohlen hilft so, seinen Darm mit lebensnotwendigen Bakterien und Protozoen zu besiedeln und wird so mit ausreichend B-Vitaminen versorgt.

Nach ca. 4 Wochen reicht die Milch der Mutter nicht mehr aus, um das Fohlen genügend mit Nährstoffen und Energie zu versorgen, so dass man mit dem Zufüttern beginnen sollte. Ab wann genau zugefüttert werden muss, hängt hauptsächlich von der Milchproduktion der Stute ab.
Das Fohlen wird schon früh anfangen spielerisch über das Beobachten die Aufnahme von Heu zu imitieren und im zweiten Lebensmonat ca. 100 g – 150 g Heu täglich aufnehmen. Dabei ist auf eine gute Heuqualität sowie ausreichend Wasser zu achten. Auch wird es versuchen immer mal wieder an die Kraftfutterration der Stute zu gelangen.

Ab der zweiten Lebenswoche kann in einer separaten Fohlenkrippe, welche für die Mutter nicht zugänglich ist, ein spezielles Fohlenmüsli, zum Beispiel das Höveler Original FohlenMüsli oder das Höveler Original terabb-FS 16, zur freien Verfügung angeboten werden.

Ab Anfang/Mitte des 2. Lebensmonats sollte systematisch zugefüttert werden. Sowohl das Höveler Original FohlenMüsli als auch das Original terabb-FS 16 sind speziell auf den Bedarf des Fohlens zugeschnitten. Neben den hochwertigen Eiweißen, liefern die Produkte wichtige Mineralstoffe und Vitamine und sorgen so für einen gesunden Knochenaufbau und einen vitalen Organismus.
Das sowohl dem Höveler Original FohlenMüsli und Höveler Original terabb-FS 16zugesetzte Molke- oder Kaseinpulver macht das Müsli nicht nur besonders schmackhaft, sondern liefern hochwertige Eiweißquellen. Diese werden vom Fohlen, auf Grund der Enzymaussattung im Darm, hervorragend verdaut. Von einer einseitigen Fütterung von gequetschtem Hafer ist auf Grund des geringen Kalzium-, Kupfer- und Vitamingehaltes sowie der begrenzten Eiweißqualität abzuraten.

Ein Salzleckstein sollte dem Fohlen nicht zur freien Verfügung stehen, da bei einer übermäßigen Aufnahme das Durchfallrisiko erhöht ist. Fohlendurchfälle sollten generell ernst genommen werden, da sehr viel Wasser verloren geht, was besonders in Verbindung mit Elektrolytmangel zu schweren Kreislaufbelastungen führen kann. Deshalb ist eine angepasste Fütterung von großer Wichtigkeit. Die Futtermenge muss an die Milchleistung angepasst werden. Hilfestellung zur gezielten Fütterung geben die Fütterungsempfehlungen auf dem jeweiligen Futter.

Fohlenernährung ohne Mutterstute

Es kommt leider auch vor, dass durch verschiedene Schicksalsschläge sich die Mutterstute manchmal nicht mehr um ihr Fohlen kümmert. Wenn keine Ammenstute zur Verfügung steht, muss das Fohlen per Hand aufgezogen werden. Auch in dieser Situation ist die Verabreichung eines Kolostrums in den ersten Lebensstunden sehr wichtig!

Für gewöhnlich haben Gestüte und Zuchtgemeinschaften für solch einen Fall eine kleine Menge Kolostrum bei anderen Stuten gewonnen und konserviert. Danach kann das Fohlen mit speziellen Milchaustauchern ernährt, zum Beispiel der Höveler Original Fohlenmilch. Die Fohlenmilch kann auf Grund ihrer ausgewogenen Gesamtkonzeption in den ersten Wochen nach der Geburt als alleiniger Muttermilchersatz eingesetzt werden. Auch als zusätzliche Versorgungsquelle bei zu geringer Milchleistung der Mutterstute kann Höveler Original Fohlenmilch eingesetzt werden.
Die Inhaltsstoffe in der Fohlenmilch sind der Zusammensetzung der Stutenmilch nachempfunden und decken die Anforderungen der Saugfohlen hinsichtlich der Versorgung mit Energie, Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen.
Besondere Sorgfalt wurde auf die Auswahl der verwendeten Eiweißquellen gelegt. Es wurde bewusst auf die Nutzung von billigen Eiweißquellen verzichtet und verträglichere Magermilch- und Molkepulver eingesetzt.

In der ersten Woche sollte das Fohlen mindestens 10 bis 15 Mal pro Tag und in der Nacht mindestens alle vier Stunden getränkt werden. Auch hier kann ab der 2. beziehungsweise 3. Lebenswoche Original FohlenMüsli oder das Original terabb-FS 16 zur freien Verfügung angeboten werden.

Skelettentwicklung

Zur Unterstützung der Skelettentwicklung und des Bewegungsapparates bei Saugfohlen und Jungpferden (ob mit oder ohne Mutterstute) kann zusätzlich VITA PASTE JUNIOR von equinova® gefüttert werden.
Optimalerweise ab dem 1. Lebensmonat drei Mal die Woche. VITA PASTE JUNIOR von equinova® bietet eine hochwertige Nährstoffversorgung mit hochbioverfügbaren Spurenelementen und Vitaminen.
Im ersten Lebensjahr eines Fohlens findet 80% des Wachstums statt. In dieser Zeit ist der Nährstoffbedarf besonders hoch. equinova® Vita Paste Junior bietet eine hochwertige Nährstoffversorgung des wachsenden Fohlens und unterstützt die Entwicklung eines gesunden Skeletts und des Bewegungsapparates.

Die flüssige Mineralpaste enthält neben hoch verfügbaren Spurenelementen auch die Mengenelemente Calcium und Phosphor sowie Vitamine, um die bedarfsgerechte Versorgung des jungen Pferdes zu gewährleisten. Besonders Vitamin A und die Spurenelemente Eisen und Kupfer sind während der Saugperiode wichtig und sollten gezielt ergänzt werden. Wichtig wird dies speziell dann, wenn die Stute in der Trächtigkeit mit Kupfer und Eisen unterversorgt war.