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Raiffeisen-Markt Hasslinghausen

Apfelannahme 2026

29. August bis 20. Oktober

Mo & Di: 8:30–18:30 Uhr Sa: 9–14 Uhr

Alle Infos zur Apfelannahme
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Die Schrotschusskrankheit ist eine von dem Pilz (Stigmina carpophila) verursachte Pflanzenkrankheit. Befallen werden verschiedener Steinobstarten (z. B. Süß- und Sauerkirsche, Pflaume oder Pfirsich) sowie an Zierformen aus der Gattung Prunus (vor allem Kirschlorbeer).

Die Krankheit zeigt sich zuerst durch aufgehellte Punkte an jungen Blättern verschiedener Steinobstarten, die sich nach wenigen Tagen rötlichbraun verfärben. Die Pflanze startet eine Abwehrreaktion, bei der der Pilz ausgegrenzt wird.

Schrotschusskrankheit

Es entstehen nach etwa 2 Wochen kleine rundliche bis ovale, karminrote bis leicht bräunliche Flecken, deren innerer Gewebebereich nach einer Zeit abstirbt und letztendlich herausfällt. Die Blätter weisen hierdurch die für diese Krankheit typischen schrotschussartigen Löcher auf.

Stärkerer Befall kann bei einigen Pflanzenarten (nicht bei Kirschlorbeer) auch zum vorzeitigen Abwerfen der Blätter im Sommer führen. Bei Steinobst ist zudem ein Befall an den Früchten möglich, der sich durch dunkelbraune, eingesunkene Befallsflecken äußert. Befallene Früchte sind meist nicht mehr verwertbar oder werden zum Teil vorzeitig abgeworfen.

Der für diese Krankheit verantwortliche Pilz überwintert vornehmlich an erkrankten Trieben und Zweigen, seltener hingegen auch an infizierten Früchten, die über den Winter hinaus an den Bäumen hängen bleiben. Die kranken abgefallenen Blätter beziehungsweise die beim Kirschlorbeer herausfallenden Befallsstellen können dem Pilz ebenfalls zum Überdauern dienen. Im Frühjahr befällt der Erreger schon kurze Zeit nach dem Austrieb die neuen jungen Blätter. Ältere hingegen sind deutlich weniger anfällig. Die Krankheit tritt vor allem in Jahren stärker auf, in denen häufiger Niederschläge fallen.

Raiffeisen-Markt Praxis-Tipp:

  • Um der Schrotschusskrankheit vorzubeugen, empfiehlt es sich, beim Kauf von Steinobstgewächsen auf kräftige und gesunde Pflanzen zu achten und möglichst krankheitsresistente Sorten zu bevorzugen. Empfindliche Sorten sollten einen Standort erhalten, der vor Dauerregen geschützt ist.
  • Zur Vorbeugung sorgen Sie mit einer ausgewogenen organischen Düngung (z.B. mit Azet Beeren Dünger) für eine gute Ernährung des Baumes. Bedecken Sie den Boden unter den Obstbäumen regelmäßig mit einer dicken Schicht Mulch aus Rasenschnitt.
  • Sind bereits Schädigungen aufgetreten, sind zur Bekämpfung der Schrotschusskrankheit alle befallenen Blätter und Früchte möglichst schnell von der Pflanze zu entfernen beziehungsweise vom Boden aufzusammeln und zu entsorgen. Auf den Kompost gehören sie nicht.
  • Eine direkte Bekämpfung wäre höchstens dann sinnvoll, wenn bereits im Vorjahr ein stärkerer Befall aufgetreten war. Die Behandlungen sollten in solchen Fällen möglichst frühzeitig beim Sichtbarwerden erster Befallsflecken durchgeführt werden (oft schon kurz nach Beginn des Austriebs).
  • Die Pflanzen können während der Blattentwicklung mit Fungizid Präparaten, wie z.B. CELAFLOR® Pilzfrei Ectivo® behandelt werden, welche sich auch präventiv einsetzen lassen. Zusätzliche Kupfergaben sind zur Bekämpfung der Schrotschusskrankheit sinnvoll. Im biologischen Anbau werden Präparate angewendet, die mit Tonerde oder Netzschwefel versehen sind.
  • Eine Bekämpfung dieser Krankheit an Obst ist mit einem naturgemäßen Spritzmittel nicht möglich. Leider sind derzeit aber keine entsprechenden Pilzbekämpfungsmittel zugelassen. An Zierpflanzen können Sie Fungisan Rosen-Pilzfrei einsetzen, das die Weiterverbreitung des Pilzes in der Pflanze verhindert.